home innenRAUM Ist das nicht smart?
Innenraum
24.07.18 - Zukunftsorientiertes Wohnen und Arbeiten umfasst auch Ansprüche an intelligente System- und Sicherheitslösungen. Vor Kurzem wurden Entwicklungen für die Barrierefreiheit sowie den Einbruchschutz mit zusätzlichen Funktionen und Design vorgestellt.
Die Fensterstudie von Maco benötigt nur vier Beschlagsmodule und überzeugt durch Digitalisierung. Foto: Sprenger

Intelligente Systeme und Steuerungen für Fenster und Türen stehen aus Gründen des Komforts, der Barrierefreiheit oder der Sicherheit hoch im Kurs. Für letzteren Anwendungsbereich erlauben ortsunabhängige Zutrittsmanagementsysteme flexibel steuerbare Berechtigungen zur Gebäudenutzung. Dabei garantiert die verschlüsselte Datenübertragung auf Basis des Push-/TAN-Verfahrens ähnlich wie beim Onlinebanking die erforderliche Sicherheit. Damit können einzelne Räume, ganze Wohnungen oder Produktionsstätten von wechselnden Personengruppen zeitlich begrenzt genutzt werden.

Eine aktuelle Innovation im Innenraum wurde auf der Leitmesse Fensterbau Frontale in Nürnberg für Schiebetüren aus Glas oder Holz bis 120 kg Gewicht vorgestellt. Dabei kombiniert man bei der Mantion Baubeschläge in Heiligenhaus einen verschleiß- und wartungsfreien, geräuschlosen Motor mit magnetischem Linearantrieb mit einer App-Steuerung zum Öffnen und Schließen der Tür von einem Smartphone aus über Bluetooth. Antrieb und Steuerung werden fertig geliefert. Vor Ort muss nur noch das Türblatt eingehängt werden.

Schmal und smart
Auch die Mayer & Co Beschläge GmbH, einer der der weltweit größten Fenster- und Türbeschlaghersteller entwickelt smart building-Lösungen. Zeichen dieser Entwicklung ist zum Beispiel das jüngst fertiggestellte Forschungs-, Kunden- und Innovationszentrum, das im Mai von rund 100 Mitarbeitern bezogen wird. In Nürnberg zeigte man ein neues System bei raumhohen Schiebetüren. Damit werden laut MACO sehr schmale Rahmen möglich. Zudem ist die Neuentwicklung barrierefrei laut Norm sowie passivhaustauglich und wahlweise Smartphone-gesteuert.
Innenraum2 6391Einen flüsterleisen, smartphonegesteuerten Motor und Design-Schiebetüren aus Glast oder Holz präsentierte Moventiv. Foto: Sprenger

Ebenfalls neu am Markt ist das vollmotorische 3-Fallen-Schloss M-TS. Das Schlossmodell arbeitet mit dem 3-Fallen-Prinzip zur Erzeugung des Anpressdrucks, die Verriegelung erfolgt hingegen vollmotorisch. Die komfortable Entriegelung mittels Zutrittskontrolle ist möglich; dabei arbeitet das M-TS stets schnell und leise. Auch kann das RC-3 fähige M-TS an externe Smart-Home-Systeme gekoppelt werden, die über den Schlosszustand wachen.

Durchblick
Sensorgesteuert und beschlagslos ist die Vision eines innovativen Fensters bei Maco. Dafür sind lediglich vier Beschlagsmodule nötig, um den Flügel dicht und sicher im Rahmen zu halten. Das flächenbündige Element verfügt nicht einmal über einen Griff, die Technik verschwindet im Rahmen. Sensor, Smartphone, Fingerprint oder Sprachsteuerung sind für die Steuerung aller Fensterzustände möglich. Damit nimmt das Fenster, welches auf Lärm, Wetter oder Geruch reagiert und sich je nach Einstellung automatisch öffnet, kippt oder schließt, Gestalt an.
Innenraum3 6388Intelligente Türkommunikation samt Smartphone Steuerung kündigten der Türenhersteller Rodenberg und der Spezialist für biometrische Identifikation, das Berliner Unternehmen Idencom, für Herbst auf der Fensterbau Frontale an. Foto: Sprenger

Der Multisensor mTRONIC von Maco hat dabei alle Bauelemente permanent im Blick, indem er dessen Position erkennt: Ist dieses offen, verschlossen oder gekippt? Der Sensor kommuniziert also ständig mit der Haustechnik: „Damit ergänzen wir unsere bewährten mechanischen Schutzlösungen um einen digitalen Wächter“, sagt Ewald Marschallinger, Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing der MACO-Gruppe.

Hightech mit biometrischer Funktion.
Hinter einem Türöffnungssystem, das aussieht wie eine Gegensprechanlage mit Fingerscan, verbirgt sich beim Berliner Unternehmen Idencom noch mehr. Als Weiterentwicklung der vor zwei Jahren vorgestellten RFID Variante soll ab dem 3. Quartal 2018 die intelligente Türkommunikation erhältlich sein – auch als Nachrüstlösung. Ein Bewegungsmelder steuert dabei eine Kamera und eine Audio-Aufzeichnungsfunktion.

Zudem kann die Person vor der Tür angesprochen werden. Der Eigentümer kann über sein Smartphone ebenfalls mit dem Besucher kommunizieren. Das neue All-in-One-System für die Tür ist zudem über ein Funk-Interface in die SmartHome Anwendungen für das gesamte Gebäude eingebunden. (asp)

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