Hält man sich an ein paar Regeln, weiß der Holzboden nicht nur mit seiner Optik, sondern auch mit Langlebigkeit zu überzeugen.

Um lange etwas vom schönen Boden aus Holz zu haben, sind die passende Parkettpflege und dafür das entsprechende Pflegemittel sehr wichtig. Foto: Pexels

Während die Wände und Decken jederzeit neu gestrichen werden können, ist der Boden von dauerhafter Natur. Um lange etwas vom schönen Boden aus Holz zu haben, sind die passende Parkettpflege und dafür das entsprechende Pflegemittel sehr wichtig. „Entscheidend ist, dass die vom Parketthersteller oder -verleger empfohlenen Pflegehinweise eingehalten werden. Je nach Art der Oberflächenbehandlung gibt es spezielle Pflegemittel, die mit den Herstellern der eingesetzten Lacke oder Öle abgestimmt sind“, erklärt der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Parkettindustrie (vdp), Michael Schmid.

Lack oder Öl?

Bei der Auswahl zwischen Ölen und Lacken entscheidet hier meist der individuelle Geschmack: Befürworter der geölten Oberfläche schätzen besonders, dass man dadurch die natürliche Struktur des Holzes erneut betonen und stellenweise Gebrauchsspuren nachbessern kann. Diese Variante ist zwar empfindlicher, allerdings können eben stark beanspruchte separat erneuert werden. Die geölte Fläche sollte regelmäßig gepflegt und nach Bedarf mit einem speziellen Pflegeöl nachbehandelt werden. Die lackierte Oberfläche hingegen stellt eine alternative Lösung dar, hat aber den Nachteil, dass das Holz so auch seine natürliche und das Raumklima regulierende Eigenschaft einbüßt. Parkettexperte Schmid rät in diesem Fall zu Wasserlacken, da sie wenig oder keine Lösungsmittel enthalten und leicht zu verarbeiten sind. Hersteller wie Adler oder Bona haben sowohl Pflegeöle als auch Wasserlacke in ihrem Programm.

Atmungsaktiv veredeln

Reinigung und Pflege von Holzböden sind mit dem passenden Mittel also relativ einfach und schnell zu bewerkstelligen. Dafür bietet beispielsweise der Hersteller Auro mit dem lösemittelfreien Einmalöl-Wachs eine Veredelung der ursprünglichsten Form. Die Öl-Wachs Kombination lässt sich einfach auftragen und einpolieren, dabei erhalten die Böden eine samtige und optisch warme Oberfläche und ihre natürliche Struktur kommt voll zur Geltung. Die raumklimatisch positiven sowie die unverwechselbaren haptischen Eigenschaften des Holzes bleiben ebenfalls erhalten. Denn die behandelten Hölzer werden dabei nicht versiegelt, bleiben also atmungsaktiv und sorgen für ein gesundes Raumklima. Eine Reihe an nützlichen Werkzeugen und Pflegeprodukten speziell für Professionisten bietet hier auch die Produktserie des Parkettherstellers Parador. Dazu gehören u.a. spezielle Reinigungstücher, Reiniger und ein Multitool für elastische Böden und Laminate.

Langlebig und wiederbelebt

„Die Käufer sollten aber nicht vergessen, dass es sich bei Parkett um einen natürlichen Bodenbelag aus 100 Prozent Echtholz handelt. Kratzer und Dellen gehören nun einmal zum Leben eines Holzfußbodens – je älter der Boden, desto schöner wird seine Patina“, betont Schmid. Und wenn mit der Zeit beim Besitzer doch der Wunsch nach einer optischen Veränderung aufkeimt, bietet Parkett mehrere Varianten für eine Wiederbelebung, da ein Echtholzboden der einzige Bodenbelag ist, der je nach Stärke der Laufschicht mehrfach renoviert werden kann. Er lässt sich wieder in einen beinahe ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Schließlich kann man dem Holzboden z.B. in Form von farbigen Ölen, wie sie u.a. von Osmo und Leinos angeboten werden, ein neues Gesicht verpassen. All diese Eigenschaften machen einen Holzboden zu einem langlebigen Begleiter auf unseren Wegen innerhalb der eigenen vier Wände. 

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