Internationale Holzmesse Klagenfurt
27.07.18 - Möbel, die eigentlich gar nicht so alt sind, werden künstlich gealtert. Die Holz&Bau setzt in Klagenfurt verstärkt auf Tischler.
Foto: Kullen-Koti

Tische und Möbel mit Gebrauchsspuren, sowie grob gefurchte Dielen auf Böden und Decken. Verschiedene Oberflächen auf alt zu trimmen, um eine besonders gemütliche Atmosphäre zu schaffen, liegt seit Jahren im Trend.

Die Herangehensweise ist verschieden und reicht von der Verwendung von Schleifpapier und Kreidefarbe bei „Selbermachern“ über chemische und thermische Verfahren bis zur Behandlung von Profis mit Walzenbürsten.

Gedämpft und erhitzt
Die Gebrüder Dufter produzieren seit 1992 mit speziellen Bearbeitungstechniken Nostalgieholz. Der Holzcharakter, der dem von jahrhundertealten Bauwerken nahezu gleichkommt, strahlt Gemütlichkeit aus.

Die Oberfläche wird gehackt, für die Farbe werden die Bretter, Platten und Balken in einem thermischen Verfahren gedämpft und im Anschluss mit Hitze behandelt. Was früher mit der Hand gehackt werden musste, erledigt nun eine Maschine mit 35 Motoren.

Glatt mit Struktur
Und für alle, die ihre Möbel nicht im DIY-Style oder mit chemischen Verfahren altern lassen möchten, bietet Kullen-Koti ein breites Sortiment an Walzenbürsten. Denn im Gegensatz zu chemischen und thermischen Alterungsverfahren erweist sich laut Kullen-Koti der mechanische Einsatz von Walzenbürsten bei der Strukturierung von Holzoberflächen als energiesparende und umweltschonende Bearbeitungsmethode.

Auf der Holz-Handwerk in Nürnberg erteilten Maschinenbautechniker Christoph Weiblen und seine Kollegen Auskunft darüber, mit welchen Werkzeugbürsten und welchen Besätzen sich solche Effekte am besten erzielen lassen.

Die Holzflächen-Strukturierung gliedert sich in verschiedene Prozessstufen auf, wobei im ersten Bearbeitungsschritt die Oberflächen mit Walzenbürsten mit gewelltem Drahtbesatz behandelt werden. Anschließend glätten abrasive Walzenbürsten mit Silziumkarbid-Körnung die Unebenheiten wieder.

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Zitat der Woche

„In der Steiermark wird der Holzbau von der Politik eingefordert und unterstützt.“
Simon Speigner, sps Architekten zu den Holzbauten auf dem ehemaligen Gelände der Hummelkaserne in Graz.

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