Kommentar von Bernhard Ilchev

Stell dir vor, alle würden Möbel nur noch online kaufen. Was würde das für holzverarbeitende Betriebe bedeuten? Ein Blick in eine Utopie.

Serie: Stell dir vor ...

In dieser Serie spielen wir das „Was wäre wenn“-Spiel. Expert*innen aus unterschiedlichen Themenbereichen beschäftigen sich mit Utopien und stellen sich vor, wie die Welt aussehen könnte. 


Was würde es bedeuten, wenn alle nur noch Möbel online kaufen würden? Foto: Pexels

„Der Online-Kauf von Möbeln wird in Zukunft so alltäglich sein wie heute bei Schuhen oder Kleidung.“  So heißt es etwa beim Institut für Handelsforschung Köln GmbH (IfH) im Jahr 2014. Sehen wir uns den Trend heute an, ging er in den letzten Jahren deutlich hin zu mehr Onlinekauf. Aber welche Auswirkungen hätte es tatsächlich, wenn Holzmöbel nur mehr online gekauft werden würden?

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Der Anteil des Onlineumsatzes am Gesamtumsatz Möbel ist gering, steigt aber kontinuierlich. Um genau zu sein: In den Jahren 2016 bis 2020 stieg der Onlineumsatz von 22,03 % auf 27,27 %. Grund dafür ist einerseits das größer werdende Vertrauen der Kund*innen in das Konzept Online-Kauf generell. Die Produktdarstellungen mit sehr guten Produktfotos und teilweise sogar Produktvideos tragen gemeinsam mit detaillierten Produktbeschreibungen ihren Teil dazu bei. Auch die B2C-Logistik wird immer ausgefeilter. Eine sogenannte Lieferung frei Verwendungsstelle – quasi die Lieferung des Schranks direkt ins Wohnzimmer – schätzen Kund*innen ebenso wie das gesetzlich verankerte Widerrufrecht. Dennoch: In den Top 5 der Online-Möbelhändler*innen sind keine Möbelhersteller*innen vertreten, sondern es sind die ‚alten Bekannten’ Otto, Amazon, Ikea, Home24 und Tchibo. Einzig Ikea besitzt dabei Produktionskompetenz, die anderen Big Player sind Händler*innen und damit Kund*innen der Möbelhersteller*innen.

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Bernhard Ilchev

Bernhard Ilchev

Bernhard Ilchev ist Betriebswirt und Wirtschaftsjurist und war 17 Jahre lang im mittleren und gehobenen Management in verschiedensten Unternehmen im Holzhandel und in der Holzindustrie tätig. Seit 2008 ist er selbstständiger Dozent und Berater in den Bereichen Controlling, Einkauf und Vertragsrecht. Gerade erschien sein erstes Buch mit dem Titel "Rahmenbedingungen eines Onlineshop für KMU Unternehmen in der Holzverarbeitung".

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