Ein Holzpavillon für die diesjährige Landesgartenschau im deutschen Schwäbisch Gmünd wird aus 243 Einzelteilen zusammengesetzt, die mit Hilfe eines Roboters gefertigt werden.
Das Plattenskelett des Sanddollars inspirierte zur Baustruktur des Pavillons. Foto: ICD Universität Stuttgart



Die zur Konstruktion des Pavillons genutzte Technik beruht auf einem Forschungsprojekt zur robotischen Vorfertigung im Holzbau des Institute for Computational Desig (ICD) der Universität Stuttgart in Kooperation mit dem Roboterhersteller Kuka und dem Holzbauer MüllerBlaustein. Der achtzehn Meter lange, neun Meter breit und sechs Meter hohe Forstpavillon, der ab 30. April im Landschaftspark Wetzgau im Rahmen der Bundesgartenschau zu sehen sein wird, ist eine echte Präzisionsarbeit.
 
Nachdem Zimmerleute das Furnierschichtholz aus Buche grob zugeschnitten haben, erledigt der Roboter die Feinarbeit. Das Holzstück wird dafür auf einem Drehteller montiert, die restlichen Fräsarbeiten erfolgen mit einer Genauigkeit im Zehntel-Millimeterbereich  durch den Roboter anhand der Konstruktionszeichnung vom Computer. Jede der 243 Holzplatten ist individuell und hat einen ganz bestimmten Platz am Pavillon, weswegen die Platten gleich nach der Produktion vom Roboter exakt nummeriert werden.
 
Der Pavillon soll als Beispiel für die Übertragung von Strukturen aus der Natur in die Architektur dienen. Im Rahmen der Analyse biologischer Strukturen inspirierte das Plattenskelett des Sanddollars, einer Unterart der Seeigel, und lieferte die Grundprinzipien für die bionische Baustruktur. Er ist nicht der einzige Blickfang in Holz auf der Landesgartenschau: mit dem „Himmelsstürmer“ entsteht auf dem Areal ein 40 Meter hoher Holzaussichtsturm.
 

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