home technik Tragfähigkeit von gelochten Holz-Trägern untersucht
Technik
03.04.2017 - Das Forschungsprojekt „Prüftechnische Untersuchungen unterschiedlicher Verstärkungsmethoden für BSH- und BSP-Träger mit großen runden Durchbrüchen“ wurde kürzlich an der TU Graz abgeschlossen.

Die Verwendung von Trägern mit Durchbrüchen ist etwa für Installationen notwendig. Foto: pixabay.com

„Ziel dieser Arbeit war es, im Gegensatz zu ähnlich gelagerten Studien, dem Urzustand der Träger ohne Durchbrüche möglichst nahe zu kommen. Die Träger mit Durchbrüchen sollten so verstärkt werden, dass deren Tragfähigkeit nicht geschmälert wird. Gleichzeitig untersuchten wir unterschiedliche Verstärkungsmethoden und bewerteten deren Effektivität“, erklärt Gerhard Schickhofer, Leiter des Instituts für Holzbau und Holztechnologie der TU Graz, wo das Projekt durchgeführt wurde.

Geprüft wurde an zehn verschiedenen Serien von Trägern mit großen runden Durchbrüchen, die Ergebnisse wurden wurden einem Brettschichtholz-Träger ohne Durchbruch gegenübergestellt. Die Ergebnisse der Studie zeigen besonders das Potential diverser Verstärkungsmöglichkeiten auf: So haben Gewindeschrauben, die in einem bestimmten Winkel zum Träger angebracht wurden, entscheidenden Einfluss auf dessen Tragfähigkeit: „Bei Änderung der Neigung der, zusätzlich noch eingeklebten Verstärkungen bei gleichzeitiger Erhöhung des Durchmessers der Schraubstangen wird 85 % der vollen Schubfähigkeit eines herkömmlichen Trägers ohne Durchbruch erreicht. Weiteres erhöht sich auch die Tragfähigkeit, verglichen mit der unverstärkten Serie, um 143 %“, heißt es in einer Aussendung.

Auch Furniersperrholz aus Buche mit einer Plattenstärke von 20 mm sei als außenliegende Verstärkungsvariante untersucht worden, heißt es weiter. Auch hier waren Steigerungen im Verhalten – Schubfestigkeit und Tragfähigkeit – feststellbar. Weiters verzeichneten gelochte Träger aus Brettsperrholz das dritthöchste Ergebnis mit einer Steigerung der Tragfähigkeit gegenüber unverstärkten, gelochten BSH-Trägern um 131 %. „Diese Arbeit ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Baustoffes Holz“, fasst Michael Bauer, Vorsitzender des Österreichischen Ingenieurholzbauverbandes, der die Untersuchung mitfinanziert hat, zusammen.

Webseite Österreichischer Ingenieurholzbauverband

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