Eine Masterarbeit an der deutschen Leibniz Universität Hannover stellt eine Holzummantelung vor, die Stahlkonstruktionen im Brandfall schützt.
Im Brandfall können filigrane Stahlkonstruktionen schnell ihre Tragfähigkeit verlieren. Foto: Informationsdienst Holz / shl Ingenieure GmbH
In der am Institut für Stahlbau an der deutschen Leibniz Universität Hannover in Zusammenarbeit mit der shl Ingenieure GmbH entstandenen Arbeit zeigt Stefan Sandbrink, dass Holz den Feuerwiderstand von Stahl im Brandfall erhöht, „da sich Holz aufgrund seiner thermischen Eigenschaften (etwa eine isolierende Holzkohleschicht) deutlich langsamer als Stahl erwärmt“, berichtet der „Informationsdienst Holz“ online. Brandschutzbekleidungen aus Konstruktionsvollholz eigneten sich sehr gut, um tragende Stahlbauteile im Brandfall zu schützen.

Praxisübliche Brandschutzsysteme beeinträchtigten außerdem meist stark die Optik, so der „Informationsdienst Holz“. Die Brandschutzbekleidungen aus Holz hätten dagegen eine ansprechende Ästethik und trügen zur Nachhaltigkeit der Konstruktion bei, heißt es weiter. Mit seiner Masterarbeit belegte Stefan Sandbrink beim „Dietmar Hosser Preis zur Nachwuchsförderung im Brandschutzingenieurwesen für herausragende Abschlussarbeiten“, der im Rahmen der diesjährigen 31. Braunschweiger Brandschutztage verliehen wurde, den dritten Platz.

Bericht „Informationsdienst Holz“

Webseite Institut für Stahlbau der Leibniz Universität Hannover

Webseite shl Ingenieure GmbH

Masterarbeit „Optimierung einer Fachwerkbinderkonstruktion in Stahl- bzw. kombinierten Stahl-Holzbauweise unter Berücksichtigung brandschutztechnischer Anforderungen am Beispiel einer Sporthalle“

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