Ein Flachlandseilkran macht es erstmals möglich, Kurzholz beziehungsweise Stammholzabschnitte ohne Berührung des Bodens zu transportieren.
Mit etwas Übung ist der Auf- und Abbau der Anlage von einer Zwei-Mann-Gruppe einfach zu handhaben. Foto: Professur Forsttechnik, Technische Universität Dresden
Im Rahmen des Verbundvorhabens „Entwicklung und Prototypenbau eines Seilkransystems für den Holztransport auf nicht befahrbaren, ebenen und nassen Standorten“ wurde ein völlig neues System geschaffen: Der Transport mit dem Seilkran hinterlässt keinerlei Schleifspuren oder Gräben im Boden. Kurzholzbündel mit bis zu 6 Metern Länge können mit Hilfe eines hohen, teleskopierbaren Hauptmastes, eines künstlichen Endmastes und eines neuartigen, extrem leichten Laufwagens über ein ebenfalls neu entwickeltes Seilsystem transportiert werden.

Umfangreiche Praxisversuche haben die Tauglichkeit des Systems bereits belegt, besonders geeignet ist es dort, wo die Bodentragfähigkeit den Einsatz schwergewichtiger Forwarder nicht zulässt oder andere Erschwernisse vorliegen: „Die relative Unabhängigkeit von den natürlichen Gegebenheiten wie Boden, Baumbewuchs und Witterung ist der große Vorteil dieses Systems“, so Jörn Erler, Projektleiter und Inhaber der Professur für Forsttechnik an der TU Dresden, die mit der Konrad Adler GmbH & Co. KG an dem Projekt gearbeitet hat.

Die Kosten des Verfahrens könnten zwar nicht mit einer konventionellen Rückung konkurrieren, an Orten aber, an denen zwar Harvester, Forwarder aber nur eingeschränkt oder gar nicht eingesetzt werden können, erzielt das System ökonomisch akzeptable Ergebnisse, informiert die deutsche Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe FNR in einer Aussendung. Konkurrenzlos sei das Seilkransystem auf bislang als unbefahrbar geltenden Flächen.

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

Webseite Professur Forsttechnik, Technische Universität Dresden 

Webseite Konrad Adler GmbH & Co. KG 

Kommentare  

#1 Eva Moser 2018-01-30 17:15
Das Patent gibt's schon seit einigen Jahren.... Firma Gebrüder Ladstätter in Osttirol.

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