US-Forscher haben eine kostengünstige Methode entwickelt, die mithilfe von Sonnenlicht und Holz zur Entsalzung von Meerwasser verwendet werden kann.
Die Oberfläche der als Filter verwendeten Holzscheibe wird angebrannt, damit Hitze besser aufgenommen werden kann. Foto: pixabay.com
Eine ein Zentimeter dicke Holzscheibe, die auf die Wasseroberfläche gelegt und mit Sonnenlicht bestrahlt wird, dient dabei als Filter: „Ähnlich wie der Baum in der Natur Wasser von den Wurzeln zu den Blättern transportiert, wandert auch hier das Wasser durch die Kanäle und verdampft schließlich durch das aufgeheizte Holz“, berichtet „science.orf.at“ online. Schadstoffe und Salze bleiben dabei zurück.

Damit der Prozess noch besser funktioniert, haben die Wissenschaftler der Universität Maryland die Oberfläche des Holzes karbonisiert, heißt es weiter. Die dunkle Fläche nehme die Hitze gezielter auf, wodurch das Wasser leichter in Dampf verwandelt werden könne. Der gefilterte Wasserdampf wird gesammelt und abgekühlt: Trinkwasser ist entstanden.

Aufgrund der vertikalen Porenstruktur und der geringen Wärmeleitfähigkeit sei Holz besonders gut als Filter geeignet. Das Wasser verdampfe dadurch gezielt an der Oberfläche und das Salz falle größtenteils unten aus den Pore, schreibt „science.orf.at“. Entscheidend sei aber die richtige Porengröße: „Ist das Holzgewebe zu dicht, kommt weniger Wasser durch, und der Prozess dauert länger; gibt es zu viele oder zu große Poren, ist der Filter zu durchlässig. Das ideale Mittelmaß scheinen laut den Forschern unter anderem Pinien- und Pappelholz zu haben.“

Aktuell werde daran gearbeitet, Salzablagerungen ganz zu vermeiden. Außerdem werde getestet, ob der natürliche Filter auch Pestizide, Schwermetalle und andere Chemikalien aus dem Wasser entfernen könne.

Bericht science.orf.at 

Studie Holzfilter 

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