Ein neuartiges Holz-Hochhaus-System konnte bei der diesjährigen Verleihung des Staatspreises punkten. Der Life Cycle Tower des Bauträgers Rhomberg Bau wurde in der Kategorie Umwelt- und Energietechnologie von der Jury mit einer Nominierungsurkunde ausgezeichnet.
Im Rahmen des Projekts wird ein Holz-Baukastensystem entwickelt, mit dem es möglich ist, bis zu zwanzigstöckige Holzhäuser zu errichten. Den bisherigen Rekord hält ein Londoner Gebäude, das neun Stockwerke hoch ist.

Für das Hochhaus aus Holz sprechen die geringen Lebenszykluskosten, die Reduktion der Rohstoffabhängigkeit und die günstigere CO2-Bilanz. Das Gebäude ist als Plus-Energie-Haus ausgerichtet und soll selbst Energie produzieren. Außerdem kann durch das Baukastensystem die Bauzeit um die Hälfte reduzierte werden, wodurch es wirtschaftlicher ist und sich das Verkehrsaufkommen beim Bau reduzieren lässt.

Der Geschäftsführer des Herstellers, Herbert Rhomberg, zeigte sich bei der Verleihung im Palais Ferstl in Wien überzeugt, dass das weltweit einzigartige Projekt Vorbildfunktion für die gesamte Branche haben könnte: "Die Systembauweise macht einen globalen Einsatz mit regionalen Ressourcen möglich. Davon werden kleinere und mittlere Unternehmen profitieren können."

Der österreichische Staatspreis für Umwelt- und Energietechnologie 2010 wurde in den Kategorien Umwelt & Klima, Energie & Effizienz, Forschung & Innovation ausgeschrieben. Die Auslobung und Trägerschaft für den Preis wurde dieses Jahr erstmals gemeinsam vom Technologieministerium (BMVIT), Wirtschaftsministerium (BMWFJ) und Lebensministerium (BMLFUW) übernommen.

Rhomberg Bau GmbH


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