WissenschaftlerInnen des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung WKI haben in Zusammenarbeit mit der TU Braunschweig ein innovatives Bauelement für die Bauindustrie entwickelt.

Sandwichelemente, als Materialkombination mit einem dicken und schubstarren Kern und einer dünnen Deckschicht, ergeben steife und tragfähige, aber trotzdem leichte Bauteile. Foto: © Fraunhofer WKI | Manuela Lingnau

Das Sandwichelement mit einem Holzschaumkern und einer dünnen Deckschicht aus Textilbeton lässt sich zum Beispiel als leichtes Vorhangfassadenelement oder im Innenausbau einsetzen. Der leistungsfähige Holzschaum kommt ohne künstliche Bindemittel aus und kann aus regional verfügbaren Holzresten hergestellt werden, so das WKI in einer Mitteilung. Durch die Verwendung von Holzschaum anstelle von konventionellem Schaum auf petrochemischer Basis könne der Anteil besonders nachhaltiger Baustoffe in Gebäuden erhöht werden.

Der Holzschaum, der in einem früheren Forschungsprojekt entwickelt wurde, sei nun für den praktischen Einsatz in der Bauindustrie näher untersucht wurde, heißt es weiter. Um im Bau eingesetzt zu werden, muss der Holzschaum als Sandwich-Kernwerkstoff Mindestanforderungen in Bezug auf die Festigkeit und die Wärmeleitfähigkeit erfüllen. Unterschiedliche Holzarten mit verschiedenen, praktikablen Rohdichten wurden daher hergestellt und umfassend untersucht, um so die besten Kombinationsmöglichkeiten festzustellen.

Die Ergebnisse: Konstruktionsklebstoffe aus der Holztechnik haften gut auf den ausgehärteten Betondeckschichten und können je nach Anforderungen im Innen- oder Außenbereich eingesetzt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, den Beton aus der flüssigen Phase direkt auf den offenporigen Holzschaumkern aufzugießen. Auch mit diesem Fügeverfahren seien die Sandwichelemente für den Innen- und Außenbereich geeignet, so das WKI. Durch das direkte Aufgießen kann auf Klebstoff verzichtet werden, wodurch sich die Sandwichelemente später einfacher recyceln lassen. (cst)

Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI

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