Das Wiener Design Studio destilat hat für eines seiner Projekte eine uralte japanische Methode der Holzveredelung nach Österreich geholt.

Die mit der Shou Sugi Ban Methode veredelten dunklen Holzelemente harmonieren mit dem alten Werkstattboden, der bewusst erhalten wurde. Foto: Monika Nguyen/destilat

Wichtig für das Erscheinungsbild bei der Gestaltung einer Lounge in der ehemaligen Werkstatt eines historischen Alpenchalets war laut destilat die Reduktion der eingesetzten Mittel bei Farb- und Materialauswahl. Sämtliche neu im Raum verwendeten Holzelemente wurden daher nach dem Vorbild der japanischen Shou Sugi Ban Methode behandelt. Bei dieser uralten Technik zur Holzveredelung wird die Oberfläche verkohlt und im Anschluss geölt. Dadurch werden „die lose Möblierung aus alten Holzsesseln und die neuen Einbauten wie Tisch, Bar und Sitzbank farblich zu einer harmonischen Einheit verbunden“, so das Design Studio.

Die schwarzen Holzelemente werden ergänzt durch zwei kubische Strukturen aus verzundertem Stahlblech für Windfang und Kaminverkleidung. Die Heraklitpanele für die Decke korrespondieren nicht nur mit dem Holzboden, sondern isolieren außerdem akustisch und thermisch. Prämisse für das Konzept war der respektvolle Umgang mit der originalen Substanz, alle neuen Einbauten sind daher darauf abgestimmt und weisen ähnliche Qualitäten hinsichtlich Haptik und Patinierung auf. (cst)

Webseite destilat

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