Bei Ausgrabungsarbeiten für eine neue Autobahnverbindung in Tschechien wurde ein Holzbrunnen entdeckt, der laut Forschenden etwa 7.300 Jahre alt ist.

Die Brunnenfunde markieren den Zeitpunkt, an dem die ersten Menschen in Mitteleuropa sesshaft wurden, so „t-online.de“. Foto: BR24/© dpa-Bildfunk/Jaroslav Peska

Der Schacht in der Nähe des Dorfes Ostrov stamme aus dem Jahr 5.256 oder 5.255 vor Christus, berichtet „BR24“ online. In einer Veröffentlichung im „Journal of Archaeological Science“ heißt es, es handele sich dabei um die älteste erhaltene, anhand der Jahresringe präzise datierbare Holzkonstruktion, so „BR24“.

Die Forschenden seien beeindruckt von den „fortgeschrittenen Tischlerfähigkeiten“: Die Eichenholzplatten waren in Nuten in den Eckpfählen eingeschoben, schreibt „t-online.de“. Obwohl es einfache Konstruktionen wie etwa Einbäume gebe, die wesentlich älter seien, sei die neue Entdeckung die älteste erhaltene bautechnische Konstruktion mit richtigen Holzverbindungen, beruft sich „t-online.de“ auf Willy Tegel von der Universität Freiburg.

Bereits im Dezember 2012 wurden im deutschen Leipzig vier Holzbrunnen entdeckt, die älter als 7.000 Jahre sind. Die Brunnen in Sachsen seien jedoch 50 Jahre jünger als der nun in Tschechien entdeckte, so Tegel, der laut „BR24“ an beiden Projekten beteiligt war. (cst)

Bericht „BR24“ 

Bericht „t-online.de“ 

Webseite „Journal of Archaeological Science“ 

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