Eine Schweizer Studie bescheinigt Holz im Vergleich mit Lavabeton eine deutlich positivere CO2- und Energiebilanz.

Laut der vom Büro Frank Werner Umwelt & Entwicklung in Zürich durchgeführten Untersuchung sind Holz-Lärmschutzwände den Beton-Varianten hinsichtlich des Treibhauspotenzials überlegen. Foto: pixabay.com

Das Schweizer Bundesamt für Strassen ASTRA und Lignum, der Verband der Schweizer Wald und Holzwirtschaft, haben die Analyse in Auftrag gegeben. Im Fokus stand die Ökobilanz des gesamten Lebenszyklus von 3 x 4 Meter großen Ausfachungselementen für Lärmschutzwände aus druckimprägniertem Holz bzw. armiertem Lavabeton bei einer Lebensdauer von mindestens 30 Jahren.

Bei Treibhausgas-Emissionen schneiden Lärmschutzwände aus Holz über den gesamten Lebenszyklus um 80 Prozent besser als Lärmschutzwände aus Lavabeton ab, berichtet „Timber Construction Europe“ online. Die Einsparungen pro Kilometer lägen gemäß der Studie bei 180 Tonnen CO2-Äquivalenten, der Speicher im verbauten Holz pro Kilometer erreiche 150 Tonnen. Bezogen auf die Energie seien Lärmschutzwände aus Holz über den gesamten Lebenszyklus um 73 Prozent besser als jene aus Lavabeton, so „Timber Construction Europe“: Die Einsparung nicht erneuerbarer Energie pro Kilometer läge bei 620903 kWh/km, die Speicherung erneuerbarer Energie im Holz pro Kilometer bei 455924 kWh/km.

Zusammenfassend kommt die Studie zu dem Schluss, dass „die Unterschiede zwischen den Varianten derart groß sind, dass die Holzvariante im Vergleich zur Betonvariante deutlich günstiger abschneidet.“ Berücksichtige man zusätzlich das Recyclingpotential von Holz, seien Lärmschutzwände aus Holz laut „Timber Construction Europe“ über den gesamten Lebenszyklus um 110 Prozent besser als Lärmschutzwände aus Lavabeton. (cst)

Bericht „Timber Construction Europe“ 

Studie zum Download 

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