Stroh, Kork, Jute, Flachs, Hanf, Holzspäne und Schafwolle: Die Zahl nachwachsender Wärmedämmstoffe ist groß. Auch Seegras, Schilf und Rohrkolben gehören dazu. Und künftig vielleicht sogar Popcorn.

Popcorn zur Dämmung. Foto: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

Als größter Vorteil dieser Materialien gilt ihr Schutz vor Sommerhitze: Sie haben eine hohe Dichte und können Wärme gut speichern, weshalb im Sommer warme Luft erst mit Verzögerung in das Innere des Hauses gelangt, erläutert René Görnhardt von der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe in Gülzow bei Rostock.

Seegras als Exote

Seegras ist ein marktreifer nachwachsender Wärmedämmstoff und muss nicht extra angebaut werden, zumal er auf dem Meeresgrund wächst.  Es ist nicht brennbar und fällt auch keinem Schimmel zum Opfer. Doch für Seegras gilt laut Görnhardt wie für viele andere natürliche Dämmstoffe auch: „Sie stecken noch in der Nische.“ Der Hersteller Neptutherm befindet sich nicht, wie es vielleicht anzunehmen wäre, an der Ost- oder Nordsee, sondern in Bayern. Das Seegras kommt auch aus dem Mittelmeerraum, was aufgrund des Transportes für die Ökobilanz letztlich nicht unerheblich ist. 

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