Auf den Flächen eines ehemaligen Sägewerks im niederösterreischischen Amstetten haben die Österreichischen Bundesforste ÖBf gemeinsam mit Partnern einen hochmodernen Holzlagerplatz mit Anbindung an das Bahnnetz errichtet.

Das Verwiegen des Ladeguts erfolgt vollautomatisch. Foto: © ÖBf-Archiv/Wolfgang Simlinger

Der gesamte Lagerprozess, von der Zufahrt über Verwiegung bis hin zur Verladung, funktioniert in Amstetten vollelektronisch und zur Gänze kontaktlos. Die Anmeldung am Lagerplatz erfolgt automatisch per Kennzeichenerkennung, die Lieferung wird sofort einem Auftrag zugeordnet und der LKW zur Verwiegung weitergeleitet. Die Verwiegung erfolgt auf einer mit Sensoren ausgestatteten mobilen Brückenwaage ohne Ein- und Aussteigen, weder das Bedienen eines Terminals noch eines Touchscreens sind erforderlich. Das exakte Gewicht wird elektronisch ermittelt und die Ladung fotodokumentiert. Nach erfolgreicher Verwiegung gibt die Brücken-Ampel grünes Licht und leitet den LKW zur Verladung weiter, so die ÖBf in einer Mitteilung.

„In Summe dauert die Holzübernahme nicht länger als 40 Sekunden – und das kontaktlos. Eine komplette LKW-Ladung – im Schnitt rund 30 Festmeter Holz – kann so in kürzester Zeit erhoben und die Daten aufgenommen werden “, so Rudolf Freidhager, Vorstand der Bundesforste. „Diese Form der Holzübernahme ist österreichweit derzeit einzigartig. Sie bietet gerade in diesen schwierigen Zeiten maximale Sicherheit und ist gleichzeitig transparent und hocheffizient.“ In die Errichtung des neuen Lagerplatzes wurden etwa 600.000 Euro investiert, angefangen mit der Errichtung einer Schrankenanlage über die Erweiterung des bestehenden IT-Systems bis hin zum Einsatz neuer Software.

Bisher wurden rund 40.000 Festmeter Holz über das neue System abgewickelt, ab Jänner 2021 soll der Vollbetrieb starten. Man hab ein kleines Logistik-Forschungslabor in Echtzeit geschaffen, meint Freidhager: „So in etwa könnte die Holzlogistik der Zukunft aussehen! Wenn das „Beispiel Amstetten“ Schule macht, könnte dies zukünftig auch an anderen Orten so umgesetzt werden.“ Erste Gespräche dazu sollen schon laufen. (cst)

Österreichische Bundesforste ÖBf 

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