Japanische ForscherInnen arbeiten Medienberichten zufolge an der Entwicklung von nachhaltigen Holzsatelliten.

Weltraumschrott wird zunehmend zum Problem – mit einer Hülle aus Holz statt Aluminium könnte der Werkstoff viel unproblematischer verbrennen. Foto: Sumitomo Forestry

Satelliten aus Holz hätten den großen Vorteil, bei Wiedereintritt in die Atmosphäre zu verglühen – und damit keine schädlichen Substanzen freizusetzen oder gefährliche Einzelteile auf die Erde fallen zu lassen, schreibt „science.orf.at“. Alte Flugkörper, die am Ende ihres Lebens gezielt zum Absturz gebracht werden können, können auch keine Kollisionen mehr verursachen. Eine Hülle ist beim Wiedereintritt eher hinderlich, so der „Spiegel Wissenschaft“: Erst, wenn die Außenwände des Satelliten weg seien, könnten auch aus Titan oder Edelstahl gefertigte Komponenten im Inneren wie Tanks oder Batterieboxen durch die Reibungshitze schmelzen. Man denke darüber nach, wie man das Aufschmelzen der Satelliten befördern könne, so Holger Krag, Ingenieur bei der Europäischen Weltraumorganisation im Bericht des „Spiegel Wissenschaft“. Holz habe man dabei allerdings bisher noch nicht auf dem Zettel gehabt.

„Ein bisschen kurios – aber nicht komplett abwegig“, nennt Krag das Konzept. Viele Informationen gibt es allerdings noch nicht darüber, was das Unternehmen Sumitomo Forestry und Forschende der Universität Kyoto um den früheren japanischen Astronauten Takao Doi im Detail vorhaben, heißt es weiter. Laut „science.orf.at“ werde aktuell an Holzstoffen geforscht, die resistent gegenüber hohen Temperaturen und starker Sonneinstrahlung sind. Bis 2023 könnte die Entwicklung von Holzsatelliten angeschlossen sein. (cst)

Bericht „science.orf.at“ 

Bericht „Spiegel Wissenschaft“

Sumitomo Forestry 

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