Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) haben einen mobilen Beobachtungswagen entwickelt, der die Natur im Nationalpark Donau-Auen vor Ort mit der Unterstützung modernster Technologien vermitteln will.

Das Beobachtungsmobil will durch die Verbindung von Naturpädagogik und Spitzentechnologie ein Naturerlebnis mit allen Sinnen ermöglichen. Foto: © Öbf-Archiv/F. Kovacs

Nach knapp zweijähriger Entwicklungszeit wurde das „Spähikel“ unlängst in Schloss Eckartsau präsentiert. Der Beobachtungswagen bietet Platz für bis zu zwölf Personen und ist mit zahlreichen modernen Geräten ausgestattet: Von Systemen zur automatischen Tierstimmenerkennung über Wildkameras und Nachtsichtgeräte bis hin zu Drohnen und Virtual-Reality-Brillen. Die technische Ausrüstung solle dort zum Einsatz kommen, wo die Sinneswahrnehmungen des Menschen ihre Grenzen finden und das unmittelbare Naturerlebnis vertiefen und ergänzen, so die ÖBf in einer Aussendung.

Das Spähikel verfüge über ein eigenes Netzwerk, über das hochauflösende Virtual Reality Video- und Audiodateien aus dem Wald, aus der Luft oder von unter Wasser in den Beobachtungswagen gesendet werden, heißt es weiter. Durch einen KI-gestützten Algorithmus können beispielsweise Vogelstimmen in der Nähe des Beobachtungswagens identifiziert werden. Auch das Verhalten von Tieren könne aus sicherer Distanz mithilfe von 360 Grad-Kameras studiert werden, darüber hinaus bestehe die Möglichkeit, die Beobachtungsstation im Rahmen eines Langzeitmonitorings zur Biodiversität im Nationalpark einzusetzen.

Das witterungsfeste und mit großen Sichtflächen ausgestattete Beobachtungsmobil wurde in Leichtbauweise errichtet, die Konstruktion besteht aus einem 7,5 Meter langen und 2,5 Meter breiten Anhängerchassis. Darauf aufgesetzt ist eine drei Meter hohe Holzkonstruktion, die mit durchscheinenden Platten aus nachhaltig produziertem Kunststoff verkleidet ist. Das Spähikel wird über ein Solarpaneel nachhaltig mit Energie versorgt und ist autark an verschiedenen Orten einsetzbar.

Ab Frühjahr 2022 soll das Spähikel laut ÖBf einerseits für Natur- und Tierbeobachtungen im Rahmen von geführten Exkursionen zur Verfügung stehen, andererseits bei Veranstaltungen eingesetzt werden, um auf Natur- und Artenschutz aufmerksam zu machen. Darüber hinaus wird der Hightech-Wagen als mobile Forschungsstation und für Projekt- und Forschungsarbeiten von Schulen verwendet werden. (cst)

Österreichische Bundesforste ÖBF 

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