Im Forschungsprojekt „AbiRec“ soll ein zweistufiges Recyclingextraktionsverfahren für die stoffliche Nutzung von Alt-Holzwerkstoffen entwickelt werden.

Ziel des Projekts ist ein synergistisches Verfahren zur Faserrückgewinnung und CO2-basierten Extraktion. Foto: IDH

Als Modellwerkstoff werde dazu stellvertretend MDF dienen, die meist überwiegend aus Nadelholzfasern besteht, so das deutsche Institut für Holztechnologie Dresden IHD in einer Aussendung. Um MDF am Lebensende nicht energetisch zu nutzen, sondern einem Recyclingkreislauf zuzuführen, sei als Startpunkt eine Zerfaserung zur Faserrückgewinnung essentiell.

Mittels überkritischer CO2-Extraktion können aus den so gewonnen Fasern zusätzlich enthaltene Harz- und Fettsäuren sowie im Rahmen der Plattenherstellung eingesetzte Hydrophobierungsmittel isoliert werden, heißt es weiter. Harze und Fette sind unter anderem wichtige sekundäre Rohstoffe für die Farben- und Lackindustrie, die extrahierten Holzfasern und daraus gewonnene Hydrophobierungsmittel könnten wiederum erneut für die MDF-Herstellung verwendet werden.

Man erwarte außerdem, dass bei der Extraktion ein Teil der auf den Fasern anhaftenden Bindemittel und deren Bruchstücke entfernt werden. Dadurch sollte die Benetzbarkeit der gewonnenen Fasern gesteigert und gleichzeitig die Emission, die sonst durch die Bindemittelreste und deren Bruchstücke auftritt, gesenkt werden. Daraus resultierend würden die Fasern laut IHD für eine Wiederverwendung in der MDF-Herstellung oder auch für andere Anwendungen wie etwa Dämmstoffe attraktiver werden. (cst)

Institut für Holztechnologie Dresden IHD 

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