Der finnisch-schwedische Konzern Stora Enso und das schwedische Start-up Modvion gehen eine Partnerschaft ein, um Holz als Material für Türme von Windkraftanlagen zu etablieren.

Im schwedischen Göteborg ist bereits seit zwei Jahren ein etwa 30 Meter hoher Holzturm-Prototyp in Betrieb. Foto: Modvion

Das Holztechnologieunternehmen Modvion baut Türme für Windkraftanlagen aus Furnierschichtholz, „das im Verhältnis zu seinem Gewicht stärker ist als Stahl“, so Stora Enso in einer Mitteilung. Die Türme werden aus runden Segmenten zusammengesetzt, aufgrund des wesentlich geringeren Gewichts brauche es bei den Holztürmen „eine umständlichen und teuren Schwertransporte mehr: Die Windrad-Module sind jeweils 4,5 Meter breit und 14,5 Meter lang“, wie „Informationsdienst Holz“ online berichtet.

Bei der Montage werden die konisch geformten Zylinder zusammengesetzt, per Kran oder Hubschrauber aufeinandergestapelt und mit einer speziellen Klebeverbindung fixiert, heißt es weiter. Die Verwendung von Holz reduziere außerdem die verursachten CO2-Emissionen um 90 Prozent, das Material könne nach der Nutzungsdauer der Türme in anderen holzbasierten Produkten weiterverwendet werden.

Anfang des kommenden Jahres soll laut „Informationsdienst Holz“ das erste kommerziell genutzte, 100 Meter hohe Holzwindrad fertiggestellt sein. Zehn weitere Anlagen, die bis zu 150 Meter hoch gebaut werden sollen, befinden sich in Planung. (cst)

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